Überraschend performant – Die neuen Outstream Video Ads im Test

Mit den Outstream Video Ads strebt Google einen Tapetenwechsel an: Statt wie bisher User innerhalb des YouTube-Universums mit Werbeanzeigen anzusprechen, wird das neue Format über das mobile Google Video-Netzwerk ausgesteuert. Die Idee dahinter ist, mehr User in verschiedensten Momenten ihres Alltags mit relevanten Anzeigen zu erreichen. Wie gut das neue Video-Format dies auch umsetzt, haben wir in unserem Test zusammengefasst.

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Was sind Outstream Video Ads?
Was wird für das Erstellen von Outstream Video Ads benötigt?
Was ist der Unterschied zu anderen Google-Videoformaten
Der Test – Wie schneidet das neue Format ab?
Fazit und Empfehlung

Was sind Outstream Video Ads?

Bei Outstream Video Ads handelt es sich um ein Video-Anzeigenformat, welches ausschließlich auf mobilen Endgeräten ausgespielt wird. Dadurch können User während des Surfens im mobilen Web oder bei Nutzung von Apps mit relevanten Anzeigen angesprochen werden.

Die Videoanzeige startet dabei automatisch mit stummgeschalteter Wiedergabe, sobald es beim Scrollen von Webinhalten in den sichtbaren Bereich des Displays gelangt. Die maximale Videolänge beträgt 30 Sekunden, kann aber durch weiteres Scrollen zu jedem Zeitpunkt übersprungen werden. Abgerechnet wird über „viewable CPM“ (vCPM), bei der eine Impression ab zwei Sekunden Sichtbarkeit abgerechnet wird. Wie bei TrueView InStream führt der Klick auf die Anzeige zu einer Weiterleitung auf eine externe Website.

Was wird für das Erstellen von Outstream Video Ads benötigt?

  • YouTube-URL des zu bewerbenden Videos

  • Logo-Bild (transparenter Hintergrund, mindestens 200×200 Pixel)
  • Anzeigentitel (Max. 80 Zeichen) & Beschreibung (Max. 100 Zeichen)

  • Call-to-Action-Text (Max. 15 Zeichen)

  • Zielseiten-URL

Die Kampagnenerstellung erfolgt dabei im Kontextmenü unter „Markenbekanntheit und Reichweite“, alle nachfolgenden Schritte entsprechen im Wesentlichen denen einer InStream- oder Discovery-Kampagne.

Die jeweiligen Assets und Text-Bausteine werden dabei je nach Placement (In-App, Web) zu einer responsiven Video-Anzeige zusammengefügt:

Beispielhafte Darstellung einer Outstream Ad

Was ist der Unterschied zu anderen Google-Videoformaten?

Outstream Video Ads unterscheiden sich im Wesentlichen von der angestrebten Situation, in der User mit Videoanzeigen angesprochen werden sollen. User, die auf YouTube unterwegs sind, erwarten dabei eine TV-ähnliche Erfahrung und sind somit affin für Werbeformate wie TrueView InStream oder Discovery, die mit eingeschaltetem Ton anlaufen. Außerhalb dieser „Watch“-Momente auf YouTube agieren User aber auf andere Art und Weise mit Web-Inhalten: Sie lesen Artikel, spielen Gaming-Apps oder verbringen Ihre Zeit mit Online-Shopping. Innerhalb solcher Alltagsmomente sollen diese mit Videos angesprochen werden, die zunächst stumm geschaltet sind und für die nur bezahlt wird, wenn sie nicht während des Surfens direkt wieder weggescrollt werden.
Somit sind sie hinsichtlich der Ziel-Ausrichtung, analog zu Bumper Ads, dem Awareness-Bereich zuzuordnen.

Der Test – Wie schneidet das neue Format ab?

Für einen Kunden in der Insurance-Branche haben wir für eine Laufzeit von ca. einem Monat Outstream Video Ads getestet. Parallel dazu liefen mit demselben Creative eine InStream- und TrueView for Action-Kampagne, sowie eine Bumper Ad-Kampagne mit einer gekürzten Version.

Hier haben die Outstream Video Ads gemäß ihrer Awareness-Ausrichtung sehr effizient Impressionen generiert und dabei einen noch niedrigeren Ø-sichtbaren-CPM als Bumper Ads erzielt. Klicks und damit Weiterleitungen auf die Ziel-URL sind dabei aber rar, die Klickraten fallen sehr niedrig aus – Dabei gilt es natürlich zu beachten, dass es sich hierbei (wie auch bei Bumper Ads und TrueView InStream) nicht um ein maßgebliches KPI für ein Awareness-Format handelt.

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Interessant ist dabei vor allem die Betrachtung aus Performance-Sicht. Während des Flights wurden unter anderem Tarifkalkulator-Einstiege als Conversions mitgemessen: Dabei zeigt sich bei den Outstream Video Ads ein deutlicher Unterschied im Vergleich zu allen anderen Formaten.

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Mit einem Conversion-Anteil von 64% und einer Conversion-Rate von 5,39% setzt sich das Format im Vergleich zu allen anderen durch und hat dabei einen deutlichen Vorsprung zur TrueView for Action, welches seitens Google als das Engagement-Format unter den Videoanzeigen positioniert wird.

Unser Fazit und Empfehlung

Outstream Video Ads bieten die Möglichkeit, effektiv und kostengünstig User außerhalb von YouTube mit Awareness-Maßnahmen anzusprechen. Dem Format entsprechend bleibt dabei die Anzahl an generierten Website-Klicks überschaubar, die Güte der weitergeleiteten User ist nach unserem Test aus Performance-Sicht jedoch nicht zu vernachlässigen. Inwiefern sich hier ein Trend zeigt gilt es mit weiteren Erfahrungswerten herauszufinden, in punkto effizienter Reichweite hat das Format bisher deutlich überzeugt.

Du willst mehr zu Online Video Werbung erfahren?

Neben den neuen Outstream Video Ads gibt es einige weitere spannende Möglichkeiten, mit YouTube Werbung zu schalten und Views oder Impressions auf seine Videos zu erhalten.

Wir haben dir eine Übersicht zu YouTube Marketing erstellt.

2018-11-27T15:30:23+00:0027.11.2018|SEA, YouTube|