Neues Videoformat bei YouTube verfügbar: TrueView for Reach

Videowerbung auf YouTube ist bereits seit Jahren eine feste Größe im Online Advertising Kanon. Nun hat YouTube eine „neue“ Werbeform aus dem Betastadium in ein Release überführt: TrueView for Reach. Was das genau ist und wofür sich die Werbeform eignet, dazu jetzt mehr.

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Worin liegt der Unterschied zum herkömmlichen TrueView Format?
Wie wird das neue Format eingebunden?
Wie erfolgt die Abrechnung und was sind die Vorteile?
Fazit – Für wen eigent sich das neue Format?

Worin liegt der Unterschied zum herkömmlichen TrueView Format?

Das Format TrueView for Reach entspricht im Wesentlichen dem „normalen“ bekannten TrueView InStream. Mit dem kleinen aber entscheidenden Unterschied, dass bei TrueView for Reach das Abrechnungsmodell CPM ist, nicht CPV. Bisher war eine CPM Abrechnung bei den YouTube Produkten, die über GoogleAds ausgesteuert werden können nur beim sechs-sekündigen Bumper Ad Format möglich.

Von den anderen Spezifikationen entspricht eine TVfR Kampagne genau denen einer klassischen InStream Kampagne: Das Video muss auf YouTube hochgeladen sein, es kann auf eine externe Website oder auf den eigenen YouTube Kanal verlinkt werden und die Nutzung eines Companion Banners ist ebenfalls möglich. Ebenso kann zwischen Tages- und Kampagnenbudget gewählt werden und aus dem bekannten Pool der YouTube-Targeting-Optionen gewählt werden.

Wie wird das neue Format eingebunden?

Die Implementierung ist recht einfach, allerdings auf den ersten Blick schwer von anderen Formaten zu unterscheiden. Wichtig ist, dass bei der Auswahl des Kampagnenziels die richtige Einstellung vorgenommen wird. Es muss „Markenbekanntheit und Reichweite“ gewählt werden, ansonsten ist der Kampagnentyp nicht verfügbar. Im Anschluss kann „Überspringbare In-Stream-Anzeigen – Größere Reichweite mit überspringbaren In-Stream-Anzeigen“ gewählt werden. Dies ist die richtige Einstellung um TrueView for Reach zu nutzen.

TrueView 4 Reach - Kampagneneinstellungen 1TrueView 4 Reach - Kampagneneinstellungen 2

Im weiteren Verlauf werden dann die Kampagneneinstellungen und Anzeigengruppeneinstellungen vorgenommen. Videopartner können aus- bzw. eingeoptet werden. Als Gebotsstrategie ist „Ziel-CPM“ verfügbar und nach Angabe des Ziel-CPM-Gebots kann die erste Videoanzeige erstellt werden.

Wie erfolgt die Abrechnung und was sind die Vorteile?

Anders als bei der CPV Abrechnung, ist bei der CPM Abrechnung bereits die Ausspielung der Anzeige kostenpflichtig. Aber als Reichweiten- und Awarenessinstrument ist ja auch bereits diese Impression wichtig. Es ist außerdem möglich mit Frequency Cappings zu arbeiten um entweder möglichst viele Unique User zu erreichen, oder aber eine möglichst starke Präsenz zu haben.

Eine Anzeigenlänge von unter 20 Sekunden wird von YouTube als Performance-Tipp empfohlen, wobei sie aber nicht zu kurz sein sollen (Für 6-Sekünder werden Bumper Ads empfohlen).

Das TrueView for Reach Format soll mehr Impressionen liefern können, als ein TrueView InStream Format (TrueView for reach Implementation Guide, p. 12). Laut Google Angaben liegt der CPM 25-40% niedriger als der vergleichbare CPM einer CPV-basierten InStream Kampagne.

Fazit – Für wen eigent sich das neue Format?

Das TrueView for Reach Format bietet sich für denjenigen an, bei dem die Kampagnenzielsetzung auf Reichweite und nicht auf Videoviews ausgerichtet ist. Da es nun einfach im Google Ads Konto verfügbar ist, steht einem Test bei nächster Gelegenheit nichts im Weg.

Du willst mehr zu Online Video Werbung erfahren?

Neben den neuen TrueView for Reach Ads gibt es einige weitere spannende Möglichkeiten, mit YouTube Werbung zu schalten und Views oder Impressions auf seine Videos zu erhalten.

Wir haben dir eine Übersicht zu YouTube Marketing erstellt.

2018-12-13T09:15:16+00:0010.12.2018|Allgemein, SEA, YouTube|