In 3 Schritten erfolgreich Apps bewerben – Mit Googles Universal App Campaigns

Durchschnittlich verbringen wir 3,16 Stunden pro Tag am Smartphone, die meiste Zeit davon sind wir mit Apps beschäftigt. Es wird deutlich, dass die Präsenz von Apps immer weiter ansteigt und im Konkurrenzkampf um Kunden mittlerweile unverzichtbar geworden sind. Um die eigene App am besten und prominentesten zu platzieren und dadurch Conversions zu generieren, empfiehlt sich der Einsatz von Universal App Campaigns, kurz UAC.

Universal App Campaign Beitragsbild
Wo werden UAC geschaltet?
Was brauche ich, um UAC zu schalten?
Welche Ziele können verfolgt werden?
3 Schritte um UAC aufzusetzen
Best Practices für UAC
Targetingmöglichkeiten
Trackingvarianten
QUISMA App Marketing

Universal App Campaigns

Hierbei handelt es sich um einen Kampagnentyp, welcher mit Hilfe von maschinellen Lernalgorithmen zahlreiche Signalkombinationen in Echtzeit analysiert. Anzeigen und Gebote werden daraufhin so optimiert, dass ausschließlich Nutzer erreicht werden, die für ihre Ziele relevant sind. Mögliche Placements für die Auslieferung der Anzeigen sind:

Wo werden UACs geschaltet? Die möglichen Placements

Google Suchnetzwerk

Google Universal App Campaign Interface

Die entsprechende Anzeige wird auf für die App relevante Keywords gematcht. Diese Suchbegriffe werden mittels verschiedener Methoden in Google Ads generiert, wie beispielsweise anhand der Suchbegriffe, welche Nutzer in Google Play bei der Suche nach der App verwendet haben.

Google Play Store

Platzierung von UAC im Playstore

Die Anzeigen können entweder in den Google Play-Suchergebnissen, im Abschnitt zu ähnlichen Apps oder als „Empfehlung für dich“ ausgespielt werden.

YouTube

Platzierungen von Universal App Campaigns auf YouTube

Innerhalb dieses Placements wird die Anzeige auf relevanten Seiten oder Inhalten angezeigt, das heißt auf Seiten, bei denen die Wahrscheinlichkeit von Klicks und Downloads der App am höchsten sind.

Google Displaynetzwerk

UAC Platzierungsbeispiel im Google Display Netzwerk

Innerhalb des Google Displaynetzwerks kann die Anzeige auch in relevanten Apps, bei Gmail oder auf mobilen Websites ausgespielt werden.

Was benötige ich, um UAC zu schalten?

Benötigt werden prinzipiell nur ein Text, ein Standardgebot, das Budget und die Angabe der Sprache bzw. der Region. Die Erstellung von klassischen Anzeigen ist bei UACs nicht notwendig, da anhand der gegebenen Ideen für Anzeigentexte und der Inhalte aus dem eigenen Store-Eintrag, verschiedene Anzeigen in mehreren Formaten und Werbenetzwerken automatisch erstellt werden.

Inhalte wie Bilder oder Logo werden aus dem App-Store-Eintrag gezogen, wobei optional auch noch zusätzliche Bilder, HTML 5 Assets oder auch YouTube-Videos hochgeladen werden können.

Diese Ziele lassen sich verfolgen

Das erste Ziel befasst sich mit der App-Installation, bei dem Gebote und Ausrichtungen so optimiert werden, dass möglichst viele neue App-Nutzer generiert werden. Wichtig hierbei ist die Angabe des Durchschnitts-Betrags, den der Werbetreibende für einen neuen Nutzer bereit ist zu zahlen. Außerdem ist es möglich, die Anzeigen auf jeden Nutzer auszurichten, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit die App installieren und eine bestimmte Aktion ausführen werden.

Das zweite Ziel bezieht sich auf In-App-Aktionen wie z.B. In-App-Käufe, in denen die Gebote und Ausrichtung so weit optimiert werden, dass ausschließlich relevante Nutzer angesprochen werden und die wichtigsten In-App-Aktionen erzielt werden. Hier sollte der festgelegte Ziel-CPA den durchschnittlichen Betrag abbilden, den der Werbetreibende bereit ist zu zahlen. Besonders zu beachten ist hier, dass vorab ein Conversion Tracking für mobile Apps eingerichtet ist (siehe Conversion-Tracking einrichten). Sobald die Kampagne aufgesetzt und das Ziel definiert ist, wird die Ausrichtung wie auch die Gebotseinstellung automatisiert von Google vorgenommen.

Damit haben wir das grobe Gerüst von Universellen App Kampagnen. Doch wie sieht es aus, wenn man näher ins Detail geht? Dazu müssen wir zunächst die Punkte betrachten, die man beim Aufsetzen von UAC Kampagnen beachten sollte.

Aufsetzen von Universal App Campaigns in 3 Schritten

  1. Conversion-Tracking einrichten

Während Installationen von Android-Apps bei Google Ads automatisch als Conversions erfasst werden, ist dies bei iOS nicht möglich. Um die Appstore-Downloads mitzumessen und darüber hinaus weitere In-App-Aktivitäten, sowohl für Android als auch iOS, nachvollziehen zu können ist es besonders ratsam, Conversion-Tracking für mobile Apps zu verwenden, beispielsweise Firebase.

  1. UAC auf Zielvorhaben ausrichten

Wie einleitend bereits erwähnt, gibt es bei UAC zwei Zielvorhaben: entweder man konzentriert sich auf das Finden neuer Nutzer für die eigene App oder aber die Nutzer, welche In-App-Aktionen durchführen, stehen im Fokus. Ganz gleich welches Ziel nun verfolgt wird, ist es essentiell, die UAC auf Grundlage eben dieses Ziels einzurichten. Fällt die Entscheidung auf dem Finden von Nutzern für die App, sollte man beim Erstellen der UAC „Alle Nutzer“ als Ausrichtung wählen und einen bestimmten Ziel-CPI (Cost-per-Install) festlegen. Konzentriert man sich auf In-App-Aktionen, erstellt man die UAC mit dem Zielvorhaben „In-App-Aktionen“ und legt einen Ziel-CPA (Cost-per-Acquisition) fest.

  1. Vielfältige Assets hochladen

Um eine attraktive Anzeige zu erstellen, ist eine große Auswahl an Assets nötig. Mithilfe dieser Bausteine passen sich die Anzeigen den jeweiligen Placements an.

Best Practices – von Google & QUISMA

Asset Mix Empfehlung bei Universal App Campaigns
  • Passende Textzeilen verfassen, die optimal zur App passen. Insgesamt gibt es bei UAC 4 Textzeilen mit jeweils maximal 25 Zeichen. Um auch in kleineren Bereichen optimal sichtbar zu sein, wird empfohlen, sich auf 20 Zeichen zu begrenzen.

  • Alle möglichen Asset-Typen verwenden, um die Kampagne attraktiv zu gestalten. Auch der Einsatz von Videos wird empfohlen. Hier ist allerdings zu beachten, dass das Video auf YouTube verfügbar sein muss und die Länge zwischen 15 und 30 Sekunden betragen sollte.

  • Bei der Auswahl der Zielmärkte und jeweiligen Sprachen ist zu beachten, dass bei mehreren Sprachen separate UAC erstellt werden sollten. Grund hierfür ist schlicht und einfach das zielgerichteter Agieren.

Warum kann ich kein spezielles Targeting hinterlegen?

Möchte man für seine UAC ein Targeting einbinden, ist grundsätzlich zu beachten, dass es nicht möglich ist, ein spezielles Targeting wie beispielsweise Interessen- oder demographisches Targeting zu hinterlegen. Grund hierfür ist unter anderem, dass Google, die Anzeigen durch maschinelles Lernen steuert.

Was jedoch möglich ist, ist bei UAC ein geografisches Targeting zu verwenden. Wichtig hierbei: Google kann nicht alle Postleitzahlen zuordnen. Auf dieser Grundlage ist es empfehlenswerter, Städte bzw. Regionen einzubuchen. Auswerten lässt sich das Ganze dann, wenn die entsprechenden Konten über Google Analytics verbunden sind.

Was sollte ich beim Tracking beachten?

Um nachvollziehen zu können, wie oft Klicks auf die Anzeige zu einer Installation oder einer In-App Aktivität führen, ist es ratsam, Conversion-Tracking zu nutzen. Für Android Apps können App Download-Conversions via Interface oder aber Google Play Store getrackt werden. Anders hingegen bei iOS App Downloads und grundsätzlich bei In-App-Aktivitäten: hier wird ein Drittanbietertool benötigt wie beispielsweise Adjust oder Firebase.

Und jetzt? Bereit für App Marketing!

Die Grundlagen sind geschaffen, Best Practices bekannt und die Vorteile wie dem simplen Aufsetzen, den automatischen Optimierungen und dem niedrigen CPI, welcher durch maschinelles Lernen zu Stande kommt, überzeugen. Nun heißt es ausprobieren, testen und eigene Erfahrungen sammeln!

Du willst mehr wissen? Dann schau dir unser App Marketing an.

2018-10-29T18:51:50+00:0028.09.2018|SEA|