„Hey Siri“ und „OK Google“ – Die Bedeutung von Voice Search für SEA & SEO

Steuerungselemente, denen mithilfe der eigenen Sprache Befehle erteilt werden können, haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Von Spielkonsolen wie der XBOX One und dem dazugehörigen Kinect, über Amazons Echo und Alexa bis hin zu den neuesten Smartphones gewinnt die Sprachsteuerung immer mehr an Einfluss und Reichweite.

Die Scheu, mit seinen digitalen Geräten zu sprechen, scheint von den Menschen immer weiter abgelegt zu werden. Insbesondere während alltäglicher Aufgaben wie Kochen, Geschirrspülen etc. ist die Sprachsuche eine große Hilfe, wenn gerade keine Hand frei ist, um nach bestimmten Informationen zu googeln. Auch Instant Messenger Apps wie WhatsApp haben die Sprachfunktion eingeführt. Anstatt eine lange Nachricht mühevoll abzutippen, können nun Sprachnachrichten versendet werden, um alle Informationen blitzschnell an den entsprechenden Kontakt zu übermitteln.

Die Zahlen für den US-Markt sprechen hier eine deutliche Sprache:

  • 55 Prozent der Jugendlichen nutzen täglich Voice Search
  • 20 Prozent aller mobilen Suchanfragen werden mittlerweile über Voice Search ausgelöst
  • Ende 2016 besaßen 12 Prozent aller Haushalte ein Voice Search Device
  • Insbesondere Suchanfragen für Hotels und Flüge haben sich dramatisch erhöht

Herausforderungen für SEA und SEO

Da gesprochene Sprache sich deutlich von der geschriebenen Sprache unterscheidet, führt dies zu besonderen Anforderungen an die Seiteninhalte und die Keywords, die sich auf den Landing Pages wiederfinden. Während bei der geschriebenen Sprache nach „Günstiges Auto Köln“ gesucht wird, wird bei Voice Search bspw. nach „Wo kann ich in Köln ein günstiges Auto kaufen?“ gesucht. Die Suchanfragen werden ausführlicher, spezifischer und der User erwartet eine entsprechende Antwort auf seine Suchanfrage. Daher wird es für die Unternehmen und andere Werbetreibende immer wichtiger werden, Inhalte zu erstellen, die auf die spezifischen Fragen der User eingehen.

Erste Optimierungsansätze bietet hierfür die Google Search Console. Hier kann der Werbetreibende einen Einblick in die Suchanfragen bekommen, mit denen der User auf die entsprechende Website kommt. Voice Search Anfragen lassen sich vor allem an der Nutzung der sogenannten W-Fragen (Wie? Wo? Was? Wann? Wer? Warum?) erkennen, die sich mehr an den regulären Redefluss angleichen. Nach Analyse der Suchanfragen können die Webseiteninhalte entsprechend angepasst werden.

Für den Search-Bereich bedeutet der Trend hin zur Sprachsuche eine größere Detailtiefe bei der Setuperstellung. Insbesondere die Integration von sogenannten Longtail-Keywords erhält hierbei ein größeres Gewicht. Zusätzlich werden Kampagnen mit „broad“-Keywords zukünftig noch wichtiger als bisher. Damit einher geht die Analyse der Suchanfragenberichte, aus der der Werbetreibende weitere Keyword-Ideen erhalten kann.

Fazit

Wer sich bis dato nicht mit der Sprachsuche und den auftretenden Herausforderungen und Chancen beschäftigt hat, sollte dies möglichst zeitnah tun. Neben den Möglichkeiten, die sich bei entsprechend optimierten Seiten und Search-Kampagnen bieten, entsteht ansonsten die Gefahr, dass der Anschluss verloren wird.

2018-08-08T12:34:55+00:0013.03.2018|SEA, SEO, Voice Search|