Hamburg. 25 Grad. Das Targeting sitzt.

Ein Wetter-Targeting einzusetzen macht in der Regel immer dann Sinn, wenn die Werbemittel einen klaren Bezug auf das Wetter nehmen und bspw. mit Slogans wie „Abkühlung gefällig?“ oder „Jetzt aufwärmen!“ gearbeitet wird. Als weiteres Anwendungsgebiet kommen Freizeitangebote in Frage. Beispiele hierfür sind Freibäder, Biergärten oder Wassersportanlagen, die weitaus häufiger bei warmem und sonnigem Wetter ge- und besucht werden.

So oder so ähnlich waren die Anforderungen eines Awareness-Kunden an eine Kampagne, die er im Sommer mit uns durchgeführt hat:

  • 6 Sekunden YouTube-Spots für BumperAds
  • 6 Städte: Hamburg, München, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Köln
  • 25 Grad als Trigger

Da Google eine solche wetterbedingte Einstellung nicht anbietet, musste etwas neues, individuelles her, was die spezielle Aussteuerung der Kampagne erlaubt. Nach einigem Überlegen stand die Lösung fest: ein Wetter-Skript.

Das konkrete Ziel der technischen Umsetzung mit Hilfe von AdWords Scripts war die automatisierte Überprüfung der regionalen Temperatur und Schaltung der Anzeigen bei Temperaturen über dem Schwellenwert von 25 °C. Darüber hinaus sollte das Skript möglichst flexibel auf aktuelle Änderungen der Temperatur reagieren können. Sowohl die Automatisierung als auch die flexible Reaktion konnten ganz einfach über die Funktion der stündlichen Ausführung von AdWords Scripts umgesetzt werden.

Der Zugriff auf aktuelle Wetterdaten wurde durch die Verwendung der API von OpenWeatherMap bewerkstelligt. OpenWeatherMap bietet dazu kostenfrei auch weitaus umfangreichere Möglichkeiten als nur Temperaturwerte. Für die Datenabfrage werden dazu im API Call die Städte des Kampagnen-Targetings übergeben und anschließend an das Skript zurückgegeben. Anhand der übergebenen Temperaturdaten wird für jede Stadt überprüft, ob der Temperaturwert über oder unter 25 °C liegt und die Kampagne mit entsprechendem Städte-Targeting aktiviert oder pausiert.

Darauf aufbauend wurde Kampagnenstruktur angelegt. Zunächst mussten also die sechs Bumper Ads-Kampagnen – für jede Stadt eine – aufgesetzt werden. Der Grund liegt dabei klar auf der Hand, denn wenn in München die Sonne scheint, kann es in Hamburg noch bei fast eisigen Temperaturen regnen. Eine so granulare Kampagnenstruktur hat es uns ermöglicht, die Anzeigen flexibel aktivieren und deaktivieren zu lassen, sobald die Temperaturen fielen oder stiegen. Je mehr Städte oder Orte in die Kampagne integriert werden sollen, desto höher ist folglich der Aufwand des Aufsetzens.

Die Performance einer solchen Kampagne ist natürlich stark vom Wetter abhängig. In unserem Fall war es auf unserer Seite und so waren wir in der Lage, eine hohe Reichweite zu erlangen, doch selbstverständlich muss man auch damit rechnen, dass der gegenteilige Fall eintritt. Hier ist es wichtig, alle Eventualitäten auf dem Schirm zu haben und auf die verschiedenen Szenarien vorbereitet zu sein.

Fazit

Unser Fazit ist, dass eine solche Kampagne mit etwas Erfahrung im Skripte schreiben, einem passenden Thema oder Werbemittel und etwas Glück mit dem Wetter unbedingt zu empfehlen ist, um zielgerichtete und effektive Werbung zu schalten – egal ob im Google Suchnetzwerk, Displaynetzwerk oder auf YouTube.

2018-10-29T18:52:32+00:0023.04.2018|Multi-Channel, Programmatic|