Seit einem Policy Update Ende letzten Jahres ist es nunmehr Resellern und Informationswebsites möglich, mit Fremdmarken zu werben – ohne ein Einverständnis des Markeninhabers einholen zu müssen. Diese Lockerung knüpft Google allerdings an Bedingungen. Wir haben uns die Änderung und die Anforderungen angesehen und bieten auch eine Toollösung für Markeninhaber, um ihre Brand abzusichern!

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Was hat sich geändert?
Welches Risiko besteht für Markeninhaber?
Markeninhaber können sich absichern!

Was genau hat sich geändert?

Bisher war es nicht ohne Einverständnis des Markeninhabers möglich, sofern dieser seine Marke bei Google „schützen“ lassen hat, den Markennamen im Anzeigentext zu verwenden.

So entstanden zum Teil fragwürdige Fälle, in denen Reseller nicht die Brand die sie verkaufen auch im Anzeigentext nutzen konnten. Das war natürlich nicht unbedingt förderlich für den Abverkauf und diese Ansicht teilten in Präzedenzfällen auch immer wieder Gerichte, die den Resellern das Recht zusprachen, mit den Marken zu werben die sie vertreiben. Natürlich mit Einschränkungen – häufig wurde dann darauf verwiesen, dass man die Marke im Look & Feel nicht nachahmen darf und sich praktisch nicht als die Marke selbst ausgeben dürfte.

Google kommt mit seiner Änderung sozusagen den Resellern und Informationsseiten (häufig handelt es sich um Affiliateseiten) entgegen, die nun freizügiger mit Fremdmarken werben können. Doch das ist an gewisse Voraussetzungen gebunden.

Quelle: Google Markenrichtlinie

  • Reseller: Zielseite der Anzeige ist in erster Linie auf den Verkauf bzw. die Vermittlung des Verkaufs von Produkten oder Dienstleistungen, Komponenten und Ersatzteilen der Marke oder damit kompatiblen Produkten bzw. Dienstleistungen ausgerichtet.

  • Reseller: Die Zielseite muss eine klare Möglichkeit zum Kauf der Produkte bzw. Dienstleistungen bieten oder kommerzielle Informationen dazu enthalten, z. B. Preis- oder Entgeltangaben.

  • Informationswebsites: Die Zielseite der Anzeige dient in erster Linie dazu, aussagekräftige Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen der Marke bereitzustellen.

Der Markeninhaber konnte bisher Dritten das Recht auf Accountebene einräumen, um mit der eigenen Marke werben zu dürfen. Dies hat zu Zeitverzögerungen geführt und bei großen Vertriebsnetzen über Dritte konnte das in der Praxis häufig nicht abgedeckt werden. Das Formular existiert weiterhin…

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Wird jetzt wahrscheinlich weniger häufig benutzt werden: Das Google Freigabeformular für Markenfreigaben an Dritte durch den Markenvertreter.

Welches Risiko besteht für Markeninhaber?

Die Lockerung des Markenschutzes betrifft natürlich nicht nur die, die mit diesen Marken werben, sondern die Markeninhaber selbst auch. Deutlich mehr unbekannte Aktivitäten können in Form von Searchanzeigen mit der eigenen Marke betrieben werden, ohne das man selbst davon erfährt. Denn das Markenfreigabeformular wird in Zukunft deutlich seltener von Werbetreibenden benutzt werden müssen. Es gibt allerdings die Möglichkeit, sich über die Nutzung der eigenen Marke bei Google mit dem entsprechenden Formular zu beschweren:

google-markenbeschwerdeformular

Die Bearbeitung dauert in der Regel einige Werktage und führt nicht immer auf Anhieb zum gewünschten Resultat. Google gibt neben den klaren Vorgaben, was die Landingpages leisten müssen, auch klare Regeln vor, was sie nicht dürfen:

  • In der Anzeige wird zu Zwecken des Wettbewerbs Bezug auf die Marke genommen.

  • Auf der Zielseite der Anzeige muss der Nutzer umfangreiche Informationen eingeben, bevor kommerzielle Informationen zur Verfügung gestellt werden.

  • Aus der Anzeige wird nicht deutlich, ob der Werbetreibende als Reseller auftritt oder ob es sich um eine Informationswebsite handelt.

Markeninhaber können sich absichern – automatisiert

Mit unserem Tool für Search Safety können gezielt Markenbegriffe mehrfach täglich auf Google, Bing und weiteren Suchmaschinen geprüft werden. So kann man mit Screenshot und Zeitstempel genau festhalten und reportet bekommen, wer die mit der eigenen Marke wirbt und diese Aktivitäten im Zweifel auch auf Affiliate-Fraud Fälle prüfen. Das ganze passiert automatisch und wird in einem automatisierten Report dargestellt. Wir empfehlen jedem, der Produkte oder Dienstleistungen über Dritte vertreibt, seine Marke zu schützen – denn betrügerische Aktivitäten oder (ungewollt) schlechte Darstellung der Marke können die eigene Brand schädigen und Umsatz kosten. Gern zeigen wir die Möglichkeiten in einem ersten Call – einfach unverbindlich anfragen!