Gutscheine sind nach wie vor ein wichtiges Instrument, besonders im Affiliate-Marketing. Das Thema wurde an dieser Stelle bereits behandelt.

Nun ist ein Blog gestartet, der sich komplett mit dem Thema der Rabattierung durch Gutscheine befasst. Zum Launch haben die Macher eine interessante und aufschlussreiche Infografik erstellt.

Neben den Fakten zur Nutzung, wie beispielsweise, dass 41,1 Prozent der Käufer Online-Gutscheine nutzen und sich Google-Anfragen zum Thema „Gutschein“ in 2012 im Vergleich zu 2008 verdoppelt haben, werden die möglichen Wege der Nutzung aufgezeigt.

 

Effizient und beliebt – der Einsatz von Gutscheinen im Affiliate-Marketing

Effizient und beliebt – der Einsatz von Gutscheinen im Affiliate-Marketing

 

Interessant sind vor allem die aufgezeigten Chancen und Risiken. Die Chancen sind schnell nachvollziehbar. Der Fokus im Affiliate-Marketing sollte hierbei auf dem Abverkauf liegen und somit vor allem auf der Neukunden-Generierung sowie der Reaktivierung von Bestandskunden. Daneben können Gutscheine natürlich zum gezielten Abverkauf bestimmter Produkte eingesetzt werden.

Auch die Risiken sind nachvollziehbar, wenn man sich mit dem Instrument auseinandersetzt. Wichtig ist dabei, was genau man diesen Risiken zur Kontrolle entgegensetzen kann.

Die wichtigsten Punkte hierbei:

  • Mitnahmeeffekte durch Kunden, die auch ohne Gutschein gekauft hätten
  • Damit eine künstliche Erhöhung der CPOs
  • Eingeschränkte Möglichkeit der Erfolgsmessung

Im Grunde verliert das Instrument Gutschein jedoch in dem Moment seine Risiken, in dem man das Problem der Mitnahmeeffekte erkennt und angemessen darauf reagiert. Das wichtigste Mittel, welches beispielsweise QUISMA bei der Nutzung von Gutscheinen ins Feld führen kann, ist das umfassende Multi-Channel Tracking und die damit zusammenhängende Customer-Journey Analyse.

Ein shopweites Tracking mit entsprechenden Pixeln auf Lande- und Warenkorbseiten, zusammen mit der Beobachtung aller eingesetzten Online-Werbekanäle, ermöglicht eine genaue Messung des Gutscheinerfolges. Voraussetzung dafür sind ein kontrollierter Einsatz der Gutscheine sowie eine entsprechende Einbindung der einzelnen verwendeten Partner in die Analyse.

Die Eckpunkte bei einer kontrollierten Verwendung von Gutscheinen sind:

  • Exklusive Auswahl der verwendeten Partner
  • Aufnahme des Partnernamens in den Gutscheincode; Vergütung von Sales mit exklusiven Gutschein-Codes nur bei Einsatz auf den Seiten des Partners, um die ungewollte Streuung zu verhindern
  • Genaues Tracking der einzelnen Gutscheinkampagnen innerhalb des Affiliate-Kanals
  • Verwendung der Customer-Journey Analyse, um den Einfluss der Kontakte mit Gutscheinen auf jeden einzelnen Sale auswerten zu können
  • Einsatz einer „Basket-Protection“. Dies bedeutet, dass Clicks, die ein User nach Eintritt in den Warenkorb etwa auf Gutscheinpartner macht, nicht als Last-Click zählen. Der Effekt ist, dass der abgeschlossene Sale dann nicht mehr einer etwaigen Gutscheinseite zugeordnet und die Provision nicht ausgeschüttet wird
  • Im Zuge der Analyse können dann jene Gutscheinpartner identifiziert werden, die einen größeren Beitrag zur Ordergenerierung leisten, als nur den letzten Click zu generieren. Weiterhin kann auf Basis der CPO-Betrachtung eine Effizienzsteigerung durch Anpassung der dazugehörigen Provisionssätze erreicht werden

Widmet man sich dem Instrument mit der entsprechenden Umsicht und technischen Mitteln, sind Gutscheine ein nicht nur wirkungsstarkes sondern auch hoch-effizientes Abverkaufstool, auf das insbesondere Retailer nicht verzichten sollten.